
Grafik: © Detlef Cordes
Auf diese Frage bin ich zum ersten mal in einer Philosophievorlesung bei Gotthard Günter [externer Link zu Wikipedia] gestoßen.
Sind die Zahlen aufgebaut aus lauter Sandkörnern, den Einsen oder hat jede Zahl ihren eigenen Charakter und jeweils spezifische Eigenschaften? Vergleicht man “Äpfel mit Birnen” oder “Delfine mit Fahrrädern” wenn man zwei Zahlen vergleicht. Auf den ersten Blick eine dumme Frage: natürlich kann man Zahlen vergleichen, darauf basiert unsere ganze Mathematik. Eine Zahl ist zum Beispiel immer größer oder kleiner als eine andere.
Unsere Computer basieren auf dem dualen Zahlsystem [externer Link zu Wikipedia], das überhaupt nur Einsen und Nullen kennt, also von Eigenschaften der Zahlen oder Numerologie nichts wissen kann.
Wenn ich mich recht an Günthers Vorlesung erinnere lief es darauf hinaus, dass Zahlen etwa im digitalen Kontext der Maschinen Anhäufungen von Einsen sein können - in einem anderen Kontext jedoch Eigenschaften und Charakter, “Persönlichkeiten” haben können.
Ein Beispiel dafür, dass etwas in unterschiedlichen Kontexten betrachtet wird ist auch der Welle-Teilchen-Dualismus [externer Link zu Wikipedia] in der Quantenmechanik.
In seinem Buch Symbolik und Bedeutung der Zahlen, Münnchen 2006, berichtet Hajo Banzhaf auf Seite 23 von dem griechischen Philosophen Plotin, welcher behauptet, Das Eine sei etwas anderes als die beiden Einen, aus denen die Zahl Zwei besteht.
Auf Seite 24 schreibt Banzhaf, wie jede Linie aus Punkten, so bestünde jede Zahl aus Einsen. Ich finde gerade in einer Numerologie sollte man sich Zahlen nicht als Ansammlungen von Einsen vorstellen sondern jede für sich als Individuum und als etwas grundsätzlich anderes als ihre Vorgängerin und Nachfolgerin.
Hajo Banzhafs Website [externer Link]
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